Sonntag, 29. November 2015

Blogstöckchen.

Frau Doktor gibt ein Stöckchen, und ich nehme es als Anlass zum Blogstart.

  1. Wie & wann bist du auf Fettlogik gestoßen?
  2. Hattest du vorher irgendwelche Erfahrungen mit Gewichtsveränderung (Diäten o.ä.) und wie waren diese?
  3. Wie ging es dir beim Lesen? Hat sich durch das Lesen etwas verändert und wenn ja, was?
  4. Bei welchen Kapitel(überschrifte)n warst du skeptisch, bzw. von welchen Fettlogiken warst du bisher überzeugt? Wie siehst du es jetzt?
  5. Welches Kapitel würdest du ergänzen?
  6. Was war die letzte Fettlogik, der du begegnet bist, bei dir selbst oder anderen? Wie hast du reagiert?
  7. Hatte Fettlogik Einfluss auf deine Körperwahrnehmung und/oder die Wahrnehmung deiner Umwelt? Falls ja: Wie genau?
  8. Wenn sich dein Gewicht verändert hat: Welche Veränderungen bemerkst du an dir? Wie reagiert die Umwelt?
  9. Vorher-Nacher Foto?


1.
Über Erzählmirnix bin ich darauf gekommen, vor ungefähr schon immer wierder Mal ein paar Monaten, aber das Buch hab ich mir erst vor ca.3 Wochen gekauft.

2.
Angefangen hat es schon in der Schule.
Ich wurde dort öfters mal als "deutsche Panzer rollen wieder " bezweichnet.
Gerne auch täglich.
Auf Bildern aus dieser Zeit kann ich das heute nicht bestätigen.Ich war schon früh gross, aber dick wohl eher nicht.
Erst später, so mit 17/18 gings los. Da ich ja gedacht schon dick war (siehe Schulzeit ), war es ja eh egal was ich so reinstopfte.
Die Kommentare aus dem Elternhaus waren nicht aufbauend, und es gab eine Dauerspirale.
Ich neige zum Binge-eating, übrigends.
 An meine letzte Wiegeeinheit mit 16 kann ich mich erinnern. In Stuttgart 1991, wog ich auf der Waage von meinem damaligen Freund 72kg. Bei 176 cm eigentlich ganz o.k.
Das nächste Mal war es mit 23, ich war das erste Mal schwanger, da waren es 110kg.
Nach der 2 Schwangerschaft waren es wieder 96kg.
Nach der 3. Schwangerschaft die sehr unschön verlief und mit einer heute Gottseidank gesunden Frühgeburt endete, waren es 130kg.
Nach dem ganzen Terz erholte ich mich auf dem Sofa.Für ca. 1,5 Jahre.
Dann fing ich an Sport zu machen, und abzunehmen. Lief und lief und trug mein Geld zu Weight Watchers. Innerhalb von 4 Monaten kam ich auf 100kg.
Und das wars dann. Und ich lief und lief und lief und wog 100,2 , 100,4,  oder 100,1 kg.
Aber unter Hundert gings nicht.
Machte einen 10km Lauf  in dem ich mit hocherhobenen Haupt als Letzte einlief...
Machte , tat und machte, trug mein Geld zu den WW und kam kein Stück weiter.
Nach 3 Monaten täglichen Sporteinheiten gab ich entnervt auf.
Mich weiterquälen für nix und wieder nix ?
Nicht mit mir Freunde !
Davon musste ich mich jetzt erstmal erholen. Also auf dem Sofa. Für 6 Jahre.
Also bis vor 2 Wochen :)

3.
ich hab das Buch zügig an einem Tag geschafft da ich Schnellleser bin.
Und einiges ist mir klar geworden. Das meine Bewegungsunfreudigkeit an den Schmerzen liegt, zum Beispiel. Und das das alles weggeht und ich nicht mit 42 rum laufe wie eine Oma weil ich Angst habe zu fallen.
Das Lesen über den angebelichen SETPOINT hat mich erst traurig und dann wütend gemacht.
Wieviel Leid hätte ich mir erspart, und Geld wenn mir jemand geholfen hätte, diese angebliche Blockade zu verstehen.
Die Logiken die Allerwelt herumgeistern, und von den ich und meine Umwelt durchdrungen sind.
Und ich bin wütend über mich selbst, weil ich der Nahrungsmittelindusrie auf den Leim gehe .

4.
Vom Setpoint war ich sehr überzeugt. Bis in den Tod überzeugt !

5.
Ich bin noch sehr tappsig und unsicher, was mit den einzelnen Komponenten aus dem unsere Nahrung zusammengesetzt ist umzugehen, Fettanteil, Eiweiss und Kohlenhydrahte, und deren ideale Zusammensetzung als Referenzwert. Da irre ich noch ein bisschen umher, das kann ich sicherlich optimieren.

6.
Meine Kollegin hat sich gestern in der Frühschicht geradezu vollgestopft.
Als ich mit meinem Haferbrei anrückte, gabs natürlich Fragen.
Und mit vollem Mund behauptete sie , sie esse gar nicht soviel .....:)
das war sehr lustig .

7.
Seit ich wieder am Thema bin, fällt mir auf, wie viele leicht übergewichtig und wie viele Dick sind.
Ich sah mich lang in der Minderheit.Wahnsinn wie die Wahrnehmung sich verschoben hat bei mir.
Mir ist klat geworden, das viele Schmerzen die ich momentan habe selbst herangezüchtet sind, und durchgehend von mir gepflegt worden sind.
Ich dachte immer ich wäre mordsaufgeklärt und das vollschlaule...
Wenn ich nun berechne, was ich den lieben langen Tag in mich reingestopft habe.
Ich bin sehr schockiert. Das Chips und Schoko nicht kalorienarm sind, weiss jeder, aber wenn ich meine Summe zusammenrechne, kam ich täglich auf 2000kal nur so nebenher. Das sind in der Woche 14.000 kal im Monat 56.000kal. Schlimm ! Noch schlimmer !
und das schlimmste : Scham.
Ich schäme mich selbst vor mir, weil ich mir Jahre in die Tasche gelogen habe, und mir zusätzlich mit den WW weitere Logiken aufgehalst habe, die einfach nur Lügen sind. Lügiken müsste es heissen.

7.
Ich kann mich momentan nur im Geschäft wiegen, dieser Intervall ist mir zu lang, deshalb habe ich eine Waage bestellt.
Allerdings habe ich vor 2 Wochen nochmals meinen Taillenumfang gemessen : 115cm.
Diesen Trick kenn ich noch von den WW, manchmal merkt man auf der Waage nichts, aber am Umfang.
Heute morgen lag er bei 111,5cm.
Da ich meine direkte Umwelt möglichst nicht informiere ( dafür mach das jetzt hier ! :)
merkt da niemand was. Ausser das ich nichts essen will, weil ich gerade schon gegessen habe....

9.
Fotos folgen zu gegebener Zeit.

Kommentare:

  1. Ich drücke Dir die Daumen, dass das klappt. Ende September habe ich das Buch auch gelesen und seit Oktober (mehr oder weniger) eine 1500kcal Diät durchgehalten und in der Zeit rund 7kg abgenommen. Wenn man sich all die Diättipps spart und ehrlich auf die Kalorien schaut und (bei mir zumindest) die Angst vor Hungermodus und Jojoeffekt überwindet, ist das alles gar nicht mehr so unmöglich.

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